Früher einmal war es so, ich weiß das aus erster Hand, dass man als Journalist bei der Industriellenvereinigung anrufen konnte und dann zum Beispiel zu sozialpolitischen Themen mit Zahlen, Daten, Fakten und Positionen versorgt wurde.
Minimal hat sich das inzwischen geändert.
Heute lerne ich: Der Chef der sozialpolitischen Abteilung rührt Beton mit Leidenschaft an, zumindest verbal. Mit gewundenen Formulierungen drückt er sich um auch banalsten Klartext, ich habe mir etwa folgenden Dialog notiert:
Frage: Welches Pensionsantrittsalter stellt sich denn die Industrie für das Jahr 2030 vor?
Antwort: Es gibt einen Pfad, den die Pensionskommission der Bundesregierung festgelegt hat und den wir verlassen haben, auf diesen Pfad müssen wir wieder zurückkommen.
Frage: Ja. Aber welches Pensionsantrittsalter wünscht sich denn die Industrie für das Jahr 2030?
Antwort: Die Pensionskommission hat sich dafür ausgesprochen, dass man Maßnahmen setzt, um in den nächsten Jahren das Antrittsalter möglichst rasch anzupassen.
Frage: Und die Industrie? Sie haben das sicher berechnet - welches Pensionsantrittsalter stellt sich die Industriellenvereinigung für das Jahr 2030 vor?
Antwort: Ich weiß nicht, ob es zielführend wäre, Zahlen zu nennen. Aber ich gehe davon aus, dass es notwendig ist, auf den vorgesehenen Pfad zurückkehren, der klar definiert ist und möglichst rasch an einen Punkt führt, der größtmöglichen Sinn macht.
Frage: Zu welchem klar definierten Ziel in Bezug auf das Pensionsantrittsalter führt dieser Pfad im Jahr 2030?
Antwort: Wie die Kommission mehrfach betont hat: Das Antrittsalter ist möglichst rasch anzupassen.
Frage: Und abgesehen von dem, was die Kommission schon mehrfach betont hat - welches Pensionsantrittsalter wünscht sich die Industrie für das Jahr 2030?
Antwort: Nun ja, wir befinden uns derzeit in Gesprächen, die zum Ziel haben, Maßnahmen zu finden, damit wir auf den Pfad zurückkehren können, den die Pensionskommission...
Aaaaaaah. Eine knappe halbe Stunde meines Lebens habe ich heute mit diesem Telefonat in den Sand gesetzt. Dabei hätte der gute Mann auch einfach sagen können, dazu gibt es keinen Kommentar. Sowas ist durchaus üblich und auch eine Art von Klartext.
Früher machte jenen Job in der iv-Sozialpolitik einer, der wenig Angst vor Sätzen ohne Relativkonstruktion hatte und sagte, was Sache war. Er hatte Mitarbeiter, die das auch taten. Damals hatte die Industriellenvereinigung aber auch noch einen Generalsekretär, der in den Medien vorkam - und wie.
P.S.: In der angeführten Pensionskommission sind übrigens 26 ihrer 33 Mitglieder Leute aus Interessenvertretungen, nur sieben sind unabhängige Experten. Jetzt kann man schon ein wenig darüber nachdenken, wie geradlinig und zielführend der Pfad schließlich ausfallen wird, den die gerade pflastern.
Dienstag, 30. August 2011
Sonntag, 28. August 2011
Bologna
Mir ist heute wirklich langweilig. Ich könnte oder sollte (wollte aber nicht) zwar ein wenig für eine Geschichte nächste Woche vorrecherchieren, aber ich weiß nicht. Lernen für´s Masterstudium wäre auch nicht schlecht, da gibt es jetzt bald einmal eine Vorbesprechung für einen speziellen Kurs. Aber ich weiß nicht.
Immerhin hat mich der Gedanke an die Uni irgendwie zur Bologna-Reform der Studienordnungen gebracht, man schließt ja nun in den meisten Fällen statt als "Magister" als "Master" ab. Immerhin werden wir dabei endlich ein Stück verstaubtes Latein los, bedeutet ja eh beides dasselbe.
Für die Studenten weniger: In der Regel liegt nun ein um zwei Semester längeres Studium bis zum Abschluss vor ihnen - und das bei schlechterer Ausstattung der Universitäten und immer hilfloseren Bildungspolitikern.
Nicht fair. Erinnere mich, als ich 1985 mit Publizistik anfing: Da gab´s einige Kollegen in ihren letzten Studiums-Zügen, die waren noch in der - damals - alten Studienordnung und schlossen das Publizistik-Studium nach acht Semestern mit dem Doktorat ab. Wir in der neuen hatten auch (im Idealfall) acht Semester Publiztistik (plus acht Semester Zweitfach, bei mir eine Fächerkombi) vor uns und wurden danach Magister. Heute: sechs Semester Publizistik, dann bist du Bachelor - und noch einmal vier Semester was auch immer, dann bist du Master.
Ist fast wie im richtigen Leben: Die Sache wird nicht einfacher.
Darüber wollte ich Ihnen aber gar nicht erzählen. Sondern. Beim Nachdenken an diesem langweiligen Sonntag-Nachmittag bin ich noch auf etwas weit Dramatischeres gestoßen, das unser soziales Zusammenleben tiefgreifend verändern wird. Nämlich:
Ein ernstes und bisher völlig unterschätztes Problem wird Österreich nach Einführung der Bologna-Kriterien - und damit eben Abschaffung der meisten Magister-Titel - erst in den kommenden Jahren heimsuchen, wenn es statt Magister nur mehr Master gibt. In einem Land, in dem man bisher nie schief lag, wenn man zu jemandem "Herr Doktor" oder "Frau Magister" sagte - wie spricht man wen an, der zum Beispiel "Max Mustermann, MA" ist? Oder die Witwe eines verstorbenen MSc? Ein geschleimtes "Frau Doktor" im Café für die Witwe des Zahnarztes war ja bisher lieb gewonnene Gewohnheit für Schleimer ebenso wie für Beschleimte...
Da werden sich noch Generationen von Wiener Kaffeehauskellnern die Zähne daran ausbeissen...
Immerhin hat mich der Gedanke an die Uni irgendwie zur Bologna-Reform der Studienordnungen gebracht, man schließt ja nun in den meisten Fällen statt als "Magister" als "Master" ab. Immerhin werden wir dabei endlich ein Stück verstaubtes Latein los, bedeutet ja eh beides dasselbe.
Für die Studenten weniger: In der Regel liegt nun ein um zwei Semester längeres Studium bis zum Abschluss vor ihnen - und das bei schlechterer Ausstattung der Universitäten und immer hilfloseren Bildungspolitikern.
Nicht fair. Erinnere mich, als ich 1985 mit Publizistik anfing: Da gab´s einige Kollegen in ihren letzten Studiums-Zügen, die waren noch in der - damals - alten Studienordnung und schlossen das Publizistik-Studium nach acht Semestern mit dem Doktorat ab. Wir in der neuen hatten auch (im Idealfall) acht Semester Publiztistik (plus acht Semester Zweitfach, bei mir eine Fächerkombi) vor uns und wurden danach Magister. Heute: sechs Semester Publizistik, dann bist du Bachelor - und noch einmal vier Semester was auch immer, dann bist du Master.
Ist fast wie im richtigen Leben: Die Sache wird nicht einfacher.
Darüber wollte ich Ihnen aber gar nicht erzählen. Sondern. Beim Nachdenken an diesem langweiligen Sonntag-Nachmittag bin ich noch auf etwas weit Dramatischeres gestoßen, das unser soziales Zusammenleben tiefgreifend verändern wird. Nämlich:
Ein ernstes und bisher völlig unterschätztes Problem wird Österreich nach Einführung der Bologna-Kriterien - und damit eben Abschaffung der meisten Magister-Titel - erst in den kommenden Jahren heimsuchen, wenn es statt Magister nur mehr Master gibt. In einem Land, in dem man bisher nie schief lag, wenn man zu jemandem "Herr Doktor" oder "Frau Magister" sagte - wie spricht man wen an, der zum Beispiel "Max Mustermann, MA" ist? Oder die Witwe eines verstorbenen MSc? Ein geschleimtes "Frau Doktor" im Café für die Witwe des Zahnarztes war ja bisher lieb gewonnene Gewohnheit für Schleimer ebenso wie für Beschleimte...
Da werden sich noch Generationen von Wiener Kaffeehauskellnern die Zähne daran ausbeissen...
Freitag, 26. August 2011
Sommer halt
Ich wollte mit dem Gewerkschaftsboss sprechen, aber zunächst verwirrte mich die Sekretärin - weil sie sich einfach mit Vornamen meldete, ganz ohne "ÖGB", ganz ohne "Büro des Präsidenten" oder so.
Als ich um einen Rückruf bat und fragte, wann der kommen könnte (wir haben ja einen Redaktionsschluss), sagte sie, der Chef wäre in Alpbach und Genaueres unmöglich zu sagen. Ob sie mich mit der Pressesprecherin verbinden könne? Nein, könne sie nicht. Und es war leider auch nicht in Erfahrung zu bringen, ob das an fehlender Fingerfertigkeit bei der Bedienung der Telefonanlage, an selektivem Unwillen oder einer generellen Widerspenstigkeit des Universums lag.
Ich glaube ja, es hat sich um eine sommerliche Ferialpraktikantin gehandelt, die noch nicht so recht in den Gängen war.
Ganz schön schwierig war es übrigens auch, den Chefverhandler der Wirtschaft für die anstehende herbstliche Metaller-Lohnrunde ans Telefon zu kriegen. Er hänge gerade (für den Boss eines Seilbahn-Unternehmens ganz witzig) in einer Wand, sagte man mir in seinem Büro sinngemäß - der Mann war irgendwo in Vorarlberg Bergsteigen.
Ich muss aber anmerken: Schließlich haben sie alle promptest zurückgerufen und waren wirklich angenehme, bemühte Gesprächspartner - ÖGB-Chef Foglar genauso wie Doppelmayr-Vorstand Hinteregger und Industrie-Obergewerkschafter Wimmer (der mir sogar eine halbe Stunde seines letzten Urlaubstages am Hallstätter See opferte). Ich glaube übrigens nach den Telefonaten, aber das können Sie im aktuellen FORMAT eh nachlesen: Die Verhandlungen werden nicht gut laufen, Hinteregger und Wimmer mögen sich vermutlich nicht so sehr und reden sich´s miteinander eher weniger freundschaftlich. Man erinnert sich noch vage an den kleinen Eklat aus dem Vorjahr wegen der vergleichsweisen Banalität der Sitzordnung im Verhandlungssaal.
Ganz super zu erreichen ist übrigens Präsident Sorger von der Industriellenvereinigung: Weilt schon ewig - oder schon wieder, was weiß ich - in Alpbach, sein Pressesprecher auch. Wir werden sie zurückrufen, verkündet ein wenig kurz angebunden das Sekretariat in Wien - aber wann und wie und überhaupt will man nicht sagen.
Klang mir ein wenig nach Besetzungsgespräch zwischen Regisseur und ungeliebtem Schauspieler, der sich um eine Rolle bewirbt, die er nicht kriegen wird: Rufen Sie uns nicht an, wir rufen Sie an. Die Handynummer des Pressechefs der iv gibt´s für einen Journalisten auch nicht (zumindest nicht für mich), was ehrlich gesagt schon ein wenig kurios ist.
Leicht ist es auch bei vorhandenem Goodwill nicht, den Standpunkt der Industrie zu diversen Themen ins Blatt zu rücken - jetzt bin ich tatsächlich schon ein paarmal kläglich gescheitert. Kann mich nicht mehr so genau erinnern, aber ich glaube: Früher wurde in der Presseabteilung am Wiener Schwarzenbergplatz ein wenig umstandsloser agiert.
Vielleicht liegt´s aber eh auch nur am derzeit sehr heißen Wiener Sommer. Die U-Bahn, welche sonst ziemlich klaglos funktioniert, bleibt ja auch dauernd liegen...
Als ich um einen Rückruf bat und fragte, wann der kommen könnte (wir haben ja einen Redaktionsschluss), sagte sie, der Chef wäre in Alpbach und Genaueres unmöglich zu sagen. Ob sie mich mit der Pressesprecherin verbinden könne? Nein, könne sie nicht. Und es war leider auch nicht in Erfahrung zu bringen, ob das an fehlender Fingerfertigkeit bei der Bedienung der Telefonanlage, an selektivem Unwillen oder einer generellen Widerspenstigkeit des Universums lag.
Ich glaube ja, es hat sich um eine sommerliche Ferialpraktikantin gehandelt, die noch nicht so recht in den Gängen war.
Ganz schön schwierig war es übrigens auch, den Chefverhandler der Wirtschaft für die anstehende herbstliche Metaller-Lohnrunde ans Telefon zu kriegen. Er hänge gerade (für den Boss eines Seilbahn-Unternehmens ganz witzig) in einer Wand, sagte man mir in seinem Büro sinngemäß - der Mann war irgendwo in Vorarlberg Bergsteigen.
Ich muss aber anmerken: Schließlich haben sie alle promptest zurückgerufen und waren wirklich angenehme, bemühte Gesprächspartner - ÖGB-Chef Foglar genauso wie Doppelmayr-Vorstand Hinteregger und Industrie-Obergewerkschafter Wimmer (der mir sogar eine halbe Stunde seines letzten Urlaubstages am Hallstätter See opferte). Ich glaube übrigens nach den Telefonaten, aber das können Sie im aktuellen FORMAT eh nachlesen: Die Verhandlungen werden nicht gut laufen, Hinteregger und Wimmer mögen sich vermutlich nicht so sehr und reden sich´s miteinander eher weniger freundschaftlich. Man erinnert sich noch vage an den kleinen Eklat aus dem Vorjahr wegen der vergleichsweisen Banalität der Sitzordnung im Verhandlungssaal.
Ganz super zu erreichen ist übrigens Präsident Sorger von der Industriellenvereinigung: Weilt schon ewig - oder schon wieder, was weiß ich - in Alpbach, sein Pressesprecher auch. Wir werden sie zurückrufen, verkündet ein wenig kurz angebunden das Sekretariat in Wien - aber wann und wie und überhaupt will man nicht sagen.
Klang mir ein wenig nach Besetzungsgespräch zwischen Regisseur und ungeliebtem Schauspieler, der sich um eine Rolle bewirbt, die er nicht kriegen wird: Rufen Sie uns nicht an, wir rufen Sie an. Die Handynummer des Pressechefs der iv gibt´s für einen Journalisten auch nicht (zumindest nicht für mich), was ehrlich gesagt schon ein wenig kurios ist.
Leicht ist es auch bei vorhandenem Goodwill nicht, den Standpunkt der Industrie zu diversen Themen ins Blatt zu rücken - jetzt bin ich tatsächlich schon ein paarmal kläglich gescheitert. Kann mich nicht mehr so genau erinnern, aber ich glaube: Früher wurde in der Presseabteilung am Wiener Schwarzenbergplatz ein wenig umstandsloser agiert.
Vielleicht liegt´s aber eh auch nur am derzeit sehr heißen Wiener Sommer. Die U-Bahn, welche sonst ziemlich klaglos funktioniert, bleibt ja auch dauernd liegen...
Donnerstag, 25. August 2011
Oh du mein Pfirsich
Es schmerzt mich tief im Herzen, aber heute muss ich meine irischen Freunde tadeln, die sonst meine Hochachtung genießen, pressearbeitsmäßig. Nur diesmal, dearest Lassies, ist euch leider wirklich ein Text mit Schnitzern ausgekommen.
Zum Beispiel: ...der majestätische Fluss, dessen Fischrechte exklusiv dem Ballynahinch Estate gehören, fließt auf einer Länge von ca. drei Kilometern am Hotel vorbei, bevor er in den Atlantik mündet.
Man weiß zwar, wie´s gemeint sein könnte - aber so wie es da steht muss es sich um ein drei Kilometer langes Hotel handeln. Wohl ein Pracht-, Prunk-, Trotz- und Trutzbau - wie weiland nur Diktator Ceausescu im fernen Rumänien klotzte. Außerdem schreibt ihr ...über einen Container, der sich gerade zwischen Lanzarote nach Dublin befindet.... Natürlich kann man sich nicht zwischen Lanzarote befinden, höchstens auf den Straßen zwischen den Häusern von Lanzarote, zum Beispiel. Oder, wie es hier wohl gemeint ist: am Weg von Lanzarote nach Dublin, also (auch nicht wirklich kristallen formuliert) zwischen Lanzarote und Dublin. Oder so.
Macht aber nichts, Irland und den großartigen Damen von Fáilte Ireland in Frankfurt ist eh alles zu verzeihen, erst recht kleine sprachliche Unschärfen.
Der majestätische Fluss von oben ist übrigens der Ballinahynch River, der durch Connemara im County Galway fließt. Aaah, Connemara! Der Arsch der Welt, schreibt zwar Tochter Julia in ihrem leider schon lange nicht mehr befüllten Irish Blog - aber mir gefällt´s dort, schön einsam, schön wild. Und Galway erst, seit nun doch schon geraumer Zeit und eigentlich halbwegs grundlos: the place my heart lies nearest. Was mach ich überhaupt noch hier in Wien, wo ich doch auch im Róisín Dubh sitzen und ein Guinness trinken könnte?
A propos: Heute hat irgendeiner den Getränkeautomaten im achten Stock des Media Tower falsch befüllt - und die eingetippte "43" einen Pfirsich-Eistee statt einen Zitronen-Eistee ins Ausgabefach purzeln lassen. Pfirsich-Eistee, wer mag denn sowas? Dabei bräuchte ich dringend Löschflüssigkeit, weil ich mir gestern Abend mit ein paar Kollegen nach Redaktionsschluss im "Barfly" ums Eck ein harmloses Guinness-Räuschlein - aber lassen wir das...
Zum Beispiel: ...der majestätische Fluss, dessen Fischrechte exklusiv dem Ballynahinch Estate gehören, fließt auf einer Länge von ca. drei Kilometern am Hotel vorbei, bevor er in den Atlantik mündet.
Man weiß zwar, wie´s gemeint sein könnte - aber so wie es da steht muss es sich um ein drei Kilometer langes Hotel handeln. Wohl ein Pracht-, Prunk-, Trotz- und Trutzbau - wie weiland nur Diktator Ceausescu im fernen Rumänien klotzte. Außerdem schreibt ihr ...über einen Container, der sich gerade zwischen Lanzarote nach Dublin befindet.... Natürlich kann man sich nicht zwischen Lanzarote befinden, höchstens auf den Straßen zwischen den Häusern von Lanzarote, zum Beispiel. Oder, wie es hier wohl gemeint ist: am Weg von Lanzarote nach Dublin, also (auch nicht wirklich kristallen formuliert) zwischen Lanzarote und Dublin. Oder so.
Macht aber nichts, Irland und den großartigen Damen von Fáilte Ireland in Frankfurt ist eh alles zu verzeihen, erst recht kleine sprachliche Unschärfen.
Der majestätische Fluss von oben ist übrigens der Ballinahynch River, der durch Connemara im County Galway fließt. Aaah, Connemara! Der Arsch der Welt, schreibt zwar Tochter Julia in ihrem leider schon lange nicht mehr befüllten Irish Blog - aber mir gefällt´s dort, schön einsam, schön wild. Und Galway erst, seit nun doch schon geraumer Zeit und eigentlich halbwegs grundlos: the place my heart lies nearest. Was mach ich überhaupt noch hier in Wien, wo ich doch auch im Róisín Dubh sitzen und ein Guinness trinken könnte?
A propos: Heute hat irgendeiner den Getränkeautomaten im achten Stock des Media Tower falsch befüllt - und die eingetippte "43" einen Pfirsich-Eistee statt einen Zitronen-Eistee ins Ausgabefach purzeln lassen. Pfirsich-Eistee, wer mag denn sowas? Dabei bräuchte ich dringend Löschflüssigkeit, weil ich mir gestern Abend mit ein paar Kollegen nach Redaktionsschluss im "Barfly" ums Eck ein harmloses Guinness-Räuschlein - aber lassen wir das...
Freitag, 19. August 2011
Wer was macht
Wieder einmal ein Beitrag zum Thema Pressearbeit, ich pack das ja manchmal wirklich nicht. Habe gerade folgenden Dialog am Telefon hinter mich gebracht, dran war die Dame aus der Presseabteilung der Leasing-Tochter einer großen Bank, sie sprach ein wirklich charmantes Tirolerisch:
Dame: Kenntn´Sch ma bitte sagen, welchana Reporter bei Ihnen für was zuständig isch?
Ich: Natürlich, da haben wir nämlich zufällig eine super Aufstellung, wir nennen sie bei uns redaktionsintern "Impressum", da steht das alles drin.
Dame: Wo findidenndes?
Ich: Ganz hinten im Format, die genaue Seite steht in der Inhaltsangabe.
Dame: Ma, mir haben do grad kans herumliegen, kanntn´S ma des vielleicht vorlesen?
Ich: Kanntat i net, das dauert mir zu lange, gehn´S doch einfach zum nächsten Kiosk und kaufen Sie ein Heft.
Dame: Jo, schon. Aber kanntn´S mir´s net einfach per Mail schicken?
Ich: Das Format ist ein gedrucktes Magazin, das lässt sich schwer in ein eMail pressen.
Dame: Ah so. Wia mochma´s denn dann am beschtn?
Ich: Am beschtn warat wirklich, Sie gehen zum nächsten Kiosk, kaufen sich ein Exemplar, da steht das dann hinten im Detail drin, wer bei uns was macht.
Dame: Na guat, dann mach ich´s halt aso.
Bin ich froh, dass wir das so rasch und einfach klären konnten. Sie hätte ja auch noch wissen wollen können, was jetzt genau ein Impreschum ist, und warum. Immerhin rief sie Freitag am Nachmittag an - jener Tag, an dem wir tatsächlich den geringsten Stress haben. Mittwoch wäre blöder gewesen.
Bei passender Gelegenheit erzähle ich Ihnen auch einmal von einem Telefonat der skurrileren Sorte, das ich letztens mit der Gründerin der neuen "LPÖ" ("Lebenswerte Partei Österreichs", Motto: Nie war mehr Anfang als jetzt) hatte.
Dame: Kenntn´Sch ma bitte sagen, welchana Reporter bei Ihnen für was zuständig isch?
Ich: Natürlich, da haben wir nämlich zufällig eine super Aufstellung, wir nennen sie bei uns redaktionsintern "Impressum", da steht das alles drin.
Dame: Wo findidenndes?
Ich: Ganz hinten im Format, die genaue Seite steht in der Inhaltsangabe.
Dame: Ma, mir haben do grad kans herumliegen, kanntn´S ma des vielleicht vorlesen?
Ich: Kanntat i net, das dauert mir zu lange, gehn´S doch einfach zum nächsten Kiosk und kaufen Sie ein Heft.
Dame: Jo, schon. Aber kanntn´S mir´s net einfach per Mail schicken?
Ich: Das Format ist ein gedrucktes Magazin, das lässt sich schwer in ein eMail pressen.
Dame: Ah so. Wia mochma´s denn dann am beschtn?
Ich: Am beschtn warat wirklich, Sie gehen zum nächsten Kiosk, kaufen sich ein Exemplar, da steht das dann hinten im Detail drin, wer bei uns was macht.
Dame: Na guat, dann mach ich´s halt aso.
Bin ich froh, dass wir das so rasch und einfach klären konnten. Sie hätte ja auch noch wissen wollen können, was jetzt genau ein Impreschum ist, und warum. Immerhin rief sie Freitag am Nachmittag an - jener Tag, an dem wir tatsächlich den geringsten Stress haben. Mittwoch wäre blöder gewesen.
Bei passender Gelegenheit erzähle ich Ihnen auch einmal von einem Telefonat der skurrileren Sorte, das ich letztens mit der Gründerin der neuen "LPÖ" ("Lebenswerte Partei Österreichs", Motto: Nie war mehr Anfang als jetzt) hatte.
Donnerstag, 18. August 2011
Branding
Ich habe eine seltsame Neigung. Keine Angst (oder, je nachdem, keine falschen Hoffnungen) - nichts Unanständiges. Ich steh total auf Namen. Ich mag einfach gutes verbales Branding. Mit guten Titeln, gelungenen Namensgebungen, kristallenen Kurzformulierungen kann man mich begeistern.
Das folgt selbst für mich undurchschaubaren Mechanismen. Ich weiß einfach nicht, warum mir wann was gefällt. Zum Beispiel der Titel der neuen Tori-Amos-CD: "Night of Hunters" - finde ich super. Überhaupt ist die tolle Tori (was für eine schöne Aliteration!) eine geschickte Branderin, ich mag etwa auch die Namen der Songs "Girl disappearing" oder "Happy Phantom".
Auch gut, siehe letzten Blogpost, der Namen des Kleinsthundes "Tutnix". Auf so etwas musst du als Herrl (beziehungsweise im Tutnix-Fall: Frauerl) erst einmal kommen. Ein Freund von früher hat dem mir nicht rasend sympathischen Märchenerzähler Folke Tegetthoff den Nickname "Flocke" gegeben, wegen seiner Frisur. Ist: großartig.
Überhaupt Poesie für sich ist das optische Branding der geilen Nummer "Irish Ways and Irish Laws" - wenn man davon absieht, dass die damals noch glatzköpfige Sinéad O`Connor im Scheinwerferlicht des YouTube-Videos ein wenig aussieht wie ein Zombie. Und auch der Titel der morgen erscheinenden neuen FORMAT-Coverstory ("Die dunkle Seite der Macht") ist genial - wenn Sie erst einmal den Zusammenhang kennen. Den verrate ich hier aber nicht, marschieren Sie gefälligst zum Kiosk :-) Übrigens lobe ich mich natürlich nicht selbst - ist nicht meine Story, eine Kollegin hat sie recherchiert und geschrieben.
Ja, man könnte sagen, dass sprachliches Branding mein Ding ist (auch wenn ich es selbst nicht so richtig gut kann, ich bin eher ein nur fast so guter Headliner). Mein Traumjob wäre gewesen: Namenserfinder für Schiffe.
Das folgt selbst für mich undurchschaubaren Mechanismen. Ich weiß einfach nicht, warum mir wann was gefällt. Zum Beispiel der Titel der neuen Tori-Amos-CD: "Night of Hunters" - finde ich super. Überhaupt ist die tolle Tori (was für eine schöne Aliteration!) eine geschickte Branderin, ich mag etwa auch die Namen der Songs "Girl disappearing" oder "Happy Phantom".
Auch gut, siehe letzten Blogpost, der Namen des Kleinsthundes "Tutnix". Auf so etwas musst du als Herrl (beziehungsweise im Tutnix-Fall: Frauerl) erst einmal kommen. Ein Freund von früher hat dem mir nicht rasend sympathischen Märchenerzähler Folke Tegetthoff den Nickname "Flocke" gegeben, wegen seiner Frisur. Ist: großartig.
Überhaupt Poesie für sich ist das optische Branding der geilen Nummer "Irish Ways and Irish Laws" - wenn man davon absieht, dass die damals noch glatzköpfige Sinéad O`Connor im Scheinwerferlicht des YouTube-Videos ein wenig aussieht wie ein Zombie. Und auch der Titel der morgen erscheinenden neuen FORMAT-Coverstory ("Die dunkle Seite der Macht") ist genial - wenn Sie erst einmal den Zusammenhang kennen. Den verrate ich hier aber nicht, marschieren Sie gefälligst zum Kiosk :-) Übrigens lobe ich mich natürlich nicht selbst - ist nicht meine Story, eine Kollegin hat sie recherchiert und geschrieben.
Ja, man könnte sagen, dass sprachliches Branding mein Ding ist (auch wenn ich es selbst nicht so richtig gut kann, ich bin eher ein nur fast so guter Headliner). Mein Traumjob wäre gewesen: Namenserfinder für Schiffe.
Freitag, 12. August 2011
Tutnix
Heute möchte ich Ihnen von Redaktionshund Tutnix erzählen. Er ist die Miniaturausgabe eines sehr kleinen Hundes, gehört Kollegin Gabi aus der "Body&Soul"-Abteilung (hey, schon cool das FORMAT, oder? - so nennt sonst kein Medium seine Society-Berichterstattung) und ist höchst friedlich, mit anderen Worten: Tutnix tut nix.
Man muss zwar ein bissl aufpassen, dass man nicht auf ihn drauf tritt. Und ich fürchte auch, sollte sich hier im Media Tower am Wiener Schwedenplatz jemals eine Ratte einschleichen, könnte die (selbst wenn es sich um ein Jungtier handelt) Tutnix durchaus gefährlich werden, aber der kleine Kerl ist richtig lieb. Er mag es, gestreichelt zu werden, und ich freue mich immer sehr, wenn er den Gang entlang hoppelt.
Nur kürzlich war Tutnix ein wenig unrund, wenn er mich sah. Weil ich das Fortgehen in Wien nämlich immer noch nicht halbwegs verträglich auf die Reihe kriege (es hat hier einfach so viel so lang offen), ist mir letztens am Abend ein Glas Wein zu einer nicht kurzen Glasreihe geraten. So wurde auch wegen der netten Gesellschaft (nicht kurze Aperol-Spritz-Reihe) dann aus Abend Morgen - und zwar nicht früher Morgen, wenn Sie wissen, was ich meine.
Da hatte ich danach sowas von einem Kater, dass Tutnix sich wohl bedroht fühlte und zur Prävention ziemlich durch die Gegend knurrte.
Man muss zwar ein bissl aufpassen, dass man nicht auf ihn drauf tritt. Und ich fürchte auch, sollte sich hier im Media Tower am Wiener Schwedenplatz jemals eine Ratte einschleichen, könnte die (selbst wenn es sich um ein Jungtier handelt) Tutnix durchaus gefährlich werden, aber der kleine Kerl ist richtig lieb. Er mag es, gestreichelt zu werden, und ich freue mich immer sehr, wenn er den Gang entlang hoppelt.
Nur kürzlich war Tutnix ein wenig unrund, wenn er mich sah. Weil ich das Fortgehen in Wien nämlich immer noch nicht halbwegs verträglich auf die Reihe kriege (es hat hier einfach so viel so lang offen), ist mir letztens am Abend ein Glas Wein zu einer nicht kurzen Glasreihe geraten. So wurde auch wegen der netten Gesellschaft (nicht kurze Aperol-Spritz-Reihe) dann aus Abend Morgen - und zwar nicht früher Morgen, wenn Sie wissen, was ich meine.
Da hatte ich danach sowas von einem Kater, dass Tutnix sich wohl bedroht fühlte und zur Prävention ziemlich durch die Gegend knurrte.
Mittwoch, 10. August 2011
Ein guter Mann
...and now the conclusion.
Zum Ardagger-Beitrag von Montag nämlich, der dortige Bürgermeister hat ihn gelesen und mir ein Mail geschickt. Ich bin ja in Sachen Pressearbeit recht schnell mit Kritik zur Hand, wenn einmal was nicht so gut läuft. Und eigentlich läuft ja fast immer was nicht so gut. Aber wer viel schimpft, muss auch ordentlich loben - ist das einmal angebracht, also:
Bürgermeister P. muss sich vom spöttischen Ton des Blogposts natürlich getroffen gefühlt haben, geht ja gar nicht anders. Aber: kein böses Wort im Mail, stattdessen durchaus witzige und auch leicht ironische Antworten, verbunden mit einer neuerlichen Einladung, sich einmal das Thema "Swingolf" gemeinsam anzuschauen. Er versichert mir auch, dass die Musikkapellen von Ardagger nichts mit der Gewerkschaft zu tun haben (wäre für die Musik an sich eh egal), sondern einfach aus Spaß an der Freude spielen. Gut so.
Ich solle mich jedenfalls unbedingt melden, wenn ich in der Gegend bin, schreibt er mir, dann swingolfen wir zusammen: "Könnte ein interessantes Gespräch werden", schließt das bürgermeisterliche Mail.
Folge: Ich habe mir "Swingolf" näher angesehen (Auflösung: Folgen Sie einfach diesem Link) und mache eine Meldung in "Golf aktuell" dazu. Wegen der tadellosen Reaktion habe ich außerdem einen guten Eindruck von Ardagger und dem Ortschef gewonnen. Ich werde dort vorbei schauen, Land und Leute kennenlernen - und wer weiß, vielleicht ergibt sich dabei das eine oder andere Thema für eine Geschichte.
Ganz was anderes jedenfalls, als hätte mir der Ortschef ein verärgertes Mail retour geschickt, dann hätte wiederum ich mich geärgert, ein Ende in Grant und Graus wäre möglich gewesen, niemand hätte was davon gehabt. Aber so, aus der Sicht von Ardagger: aus einem Problem mit Coolness, Besonnenheit und Geschick eine Chance gemacht.
Genau das ist ein Beispiel für erstklassige Pressearbeit.
Zum Ardagger-Beitrag von Montag nämlich, der dortige Bürgermeister hat ihn gelesen und mir ein Mail geschickt. Ich bin ja in Sachen Pressearbeit recht schnell mit Kritik zur Hand, wenn einmal was nicht so gut läuft. Und eigentlich läuft ja fast immer was nicht so gut. Aber wer viel schimpft, muss auch ordentlich loben - ist das einmal angebracht, also:
Bürgermeister P. muss sich vom spöttischen Ton des Blogposts natürlich getroffen gefühlt haben, geht ja gar nicht anders. Aber: kein böses Wort im Mail, stattdessen durchaus witzige und auch leicht ironische Antworten, verbunden mit einer neuerlichen Einladung, sich einmal das Thema "Swingolf" gemeinsam anzuschauen. Er versichert mir auch, dass die Musikkapellen von Ardagger nichts mit der Gewerkschaft zu tun haben (wäre für die Musik an sich eh egal), sondern einfach aus Spaß an der Freude spielen. Gut so.
Ich solle mich jedenfalls unbedingt melden, wenn ich in der Gegend bin, schreibt er mir, dann swingolfen wir zusammen: "Könnte ein interessantes Gespräch werden", schließt das bürgermeisterliche Mail.
Folge: Ich habe mir "Swingolf" näher angesehen (Auflösung: Folgen Sie einfach diesem Link) und mache eine Meldung in "Golf aktuell" dazu. Wegen der tadellosen Reaktion habe ich außerdem einen guten Eindruck von Ardagger und dem Ortschef gewonnen. Ich werde dort vorbei schauen, Land und Leute kennenlernen - und wer weiß, vielleicht ergibt sich dabei das eine oder andere Thema für eine Geschichte.
Ganz was anderes jedenfalls, als hätte mir der Ortschef ein verärgertes Mail retour geschickt, dann hätte wiederum ich mich geärgert, ein Ende in Grant und Graus wäre möglich gewesen, niemand hätte was davon gehabt. Aber so, aus der Sicht von Ardagger: aus einem Problem mit Coolness, Besonnenheit und Geschick eine Chance gemacht.
Genau das ist ein Beispiel für erstklassige Pressearbeit.
Montag, 8. August 2011
Mostbirnhaus
Der Ardagger Bürgermeister, mit dem ich vor drei Wochen oder so wegen der im Nationalrat noch vorsommerpäuslich still und schnell beschlossenen Sonderprivilegien für Gemeindechefs telefoniert habe, lädt mich jetzt mit folgenden Worten ein:
Wir dürfen zu einem besonderen Konzerterlebnis einladen und freuen uns auf Dein/Ihr Kommen: Mostbirnhaus, Stiftskirche, Schifffahrt, Swingolf, Panoramablick Kollmitzberg und die Einkehr bei einem unserer Traditionswirte laden ein!
Schifffahrt korrekt mit fff, das freut mich. Ist nicht selbstverständlich, dass sie in ländlichereren Gegenden flüssig in Orthografie sind - davon abgesehen ist der Einladungssatz schon ein wenig holprig, bisher hat mich noch kein Panoramablick der Welt explizit zu etwas eingeladen.
Vor allem: Swingolf? Ist jetzt damit "Swing-Olf" oder "Swin-Golf" gemeint? Und bei beidem: Was ist das?
Bin ratlos. Habe aber mein Lebensquantum an Blasmusik ohnehin schon in der Kindheit konsumiert, als jeden 1. Mai vor meinem Kinderzimmerfenster pünktlich um sechs Uhr morgens die Gewerkschaftskapelle für ein Ständchen Aufstellung nahm, weil das Wohnhaus gegenüber von lauter Konsum-Angestellten bewohnt wurde.
Ja, in der vor-Gerharter-Zeit war diese spezielle Region der österreichischen Welt noch in Ordnung, die Gewerkschaftsbank in Gewerkschaftsbesitz, in jenem des Konsum hunderte Filialen, Elsner hatte seinen Job noch und ich, obwohl Kind, wusste bereits super über die Bedeutung von Oropax Bescheid.
Werde daher eher nicht nach Ardagger ins Mostbinrhaus fahren.
Wir dürfen zu einem besonderen Konzerterlebnis einladen und freuen uns auf Dein/Ihr Kommen: Mostbirnhaus, Stiftskirche, Schifffahrt, Swingolf, Panoramablick Kollmitzberg und die Einkehr bei einem unserer Traditionswirte laden ein!
Schifffahrt korrekt mit fff, das freut mich. Ist nicht selbstverständlich, dass sie in ländlichereren Gegenden flüssig in Orthografie sind - davon abgesehen ist der Einladungssatz schon ein wenig holprig, bisher hat mich noch kein Panoramablick der Welt explizit zu etwas eingeladen.
Vor allem: Swingolf? Ist jetzt damit "Swing-Olf" oder "Swin-Golf" gemeint? Und bei beidem: Was ist das?
Bin ratlos. Habe aber mein Lebensquantum an Blasmusik ohnehin schon in der Kindheit konsumiert, als jeden 1. Mai vor meinem Kinderzimmerfenster pünktlich um sechs Uhr morgens die Gewerkschaftskapelle für ein Ständchen Aufstellung nahm, weil das Wohnhaus gegenüber von lauter Konsum-Angestellten bewohnt wurde.
Ja, in der vor-Gerharter-Zeit war diese spezielle Region der österreichischen Welt noch in Ordnung, die Gewerkschaftsbank in Gewerkschaftsbesitz, in jenem des Konsum hunderte Filialen, Elsner hatte seinen Job noch und ich, obwohl Kind, wusste bereits super über die Bedeutung von Oropax Bescheid.
Werde daher eher nicht nach Ardagger ins Mostbinrhaus fahren.
Donnerstag, 4. August 2011
Früher
In den vergangenen Tagen habe ich nach langer Zeit wieder einmal gesprochen mit:
Stefan (Vater Gerald bekannter Schriftsteller, Kusine Aglaja Schauspielerin - kenne aber beide nicht persönlich), Claudia (managt eine der feinsten Forschungsinstitutionen des Landes), Bettina (plant gerade eine Kooperation mit Oprah Winfrey in den USA), Michael (sehr zu meinem Entsetzen Boss der Landesgruppe einer nicht so tollen politischen Partei), Barbara (wir waren zusammen in der geisteskranken Telekom-Branche der Jahrtausendwende) und so weiter, lauter Freunde oder Arbeitskollegen von früher.
Zu einem anderen Michael (Außenmini) und zu Johanna (Innenmini) bin ich als siebter Zwerg von links hinten telefonisch natürlich nicht durchgedrungen - beziehungsweise hab ich´s gar nicht ernsthaft versucht. Zumindest mit ersterem wäre ich theoretisch auch - ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken - per Sie, weil ich ihn höchstens ein- oder zweimal am Gang getroffen habe.
Jedenfalls Coverstory im aktuellen FORMAT, morgen am Kiosk: Das Traineenetzwerk der Industriellenvereinigung, die ihre Leute ja gut und nachhaltig über Politik und Wirtschaft im Land verteilt hat. Ganz früher war ich Redakteur eines von der IV herausgegebenen Wirtschaftsmagazins - und wie gesagt: Viele der heutigen CEOs und so weiter sind Bekannte von damals, einige sogar Freunde (mit denen ich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, jahrelang null Kontakt hatte).
Also war die Recherche eine kleine, feine Zeitreise für mich, die mich sehr gefreut hat. Vereinbarte Kaffeetermine abseits der Geschichte für die kommenden Tage und Wochen inklusive - zum Plaudern über alte Zeiten.
Wie überhaupt das Zurückkommen nach Wien für mich viel mit früher zu tun hat (siehe auch Blogpost "Ooh Vienna!" vom 24. Juni). Haut bis jetzt eigentlich eh ganz gut hin - Befürchtungen unbegründet, vorläufig einmal.
Stefan (Vater Gerald bekannter Schriftsteller, Kusine Aglaja Schauspielerin - kenne aber beide nicht persönlich), Claudia (managt eine der feinsten Forschungsinstitutionen des Landes), Bettina (plant gerade eine Kooperation mit Oprah Winfrey in den USA), Michael (sehr zu meinem Entsetzen Boss der Landesgruppe einer nicht so tollen politischen Partei), Barbara (wir waren zusammen in der geisteskranken Telekom-Branche der Jahrtausendwende) und so weiter, lauter Freunde oder Arbeitskollegen von früher.
Zu einem anderen Michael (Außenmini) und zu Johanna (Innenmini) bin ich als siebter Zwerg von links hinten telefonisch natürlich nicht durchgedrungen - beziehungsweise hab ich´s gar nicht ernsthaft versucht. Zumindest mit ersterem wäre ich theoretisch auch - ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken - per Sie, weil ich ihn höchstens ein- oder zweimal am Gang getroffen habe.
Jedenfalls Coverstory im aktuellen FORMAT, morgen am Kiosk: Das Traineenetzwerk der Industriellenvereinigung, die ihre Leute ja gut und nachhaltig über Politik und Wirtschaft im Land verteilt hat. Ganz früher war ich Redakteur eines von der IV herausgegebenen Wirtschaftsmagazins - und wie gesagt: Viele der heutigen CEOs und so weiter sind Bekannte von damals, einige sogar Freunde (mit denen ich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, jahrelang null Kontakt hatte).
Also war die Recherche eine kleine, feine Zeitreise für mich, die mich sehr gefreut hat. Vereinbarte Kaffeetermine abseits der Geschichte für die kommenden Tage und Wochen inklusive - zum Plaudern über alte Zeiten.
Wie überhaupt das Zurückkommen nach Wien für mich viel mit früher zu tun hat (siehe auch Blogpost "Ooh Vienna!" vom 24. Juni). Haut bis jetzt eigentlich eh ganz gut hin - Befürchtungen unbegründet, vorläufig einmal.
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